Tag der offenen Tür 2013

Das Schulzentrum in Könnern unterzeichnet Kooperationsvertrag mit der Midewa.
Auch Grundschüler sind diesmal mit eingeladen.

Schule ohne Rassismus
Franziska Renkwitz (links) und Robert Woge präsentieren das Zertifikat. Auch Leon Wolfram, Lehrerin Ines Franzelius (Mitte) und Angelique Elhardt waren bei der Übergabe in der Mensa des Schulzentrums dabei.
 
Das Schulzentrum in Könnern kann sich ab sofort „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“ nennen. Das entsprechende Zertifikat hat Maik Reichel, Direktor an der Landeszentrale für politische Bildung, anlässlich des Tages der offenen Tür am Freitag übergeben. „Das Projekt ist einzigartig, nicht nur in Deutschland“, betonte er. „Was darin verankert ist, sollte eigentlich alltäglich sein: Achtung und Respekt.“ Die Schule trage jetzt nicht nur den Titel, es komme auch darauf an, das mit Leben zu erfüllen.
 

Schüler engagieren sich

Die Idee, sich für das Projekt zu bewerben, hatten Angelique Elhardt, Franziska Renkwitz und Leon Wolfram. Sie wurden für ihr Engagement mit einer Urkunde geehrt. „Es gab einen Vorfall an der Schule. Da haben wir gesagt, wir müssen was machen“, blickte Franziska Renkwitz zurück. Das war vor eineinhalb Jahren. „Wir sind dann durch die Klassen gegangen und haben die nötigen Unterschriften von Lehrern und Schülern geholt. Die Resonanz war sehr gut. Wir haben das Projekt auch schon in Bernburg vorgestellt“, sagte sie.
Und als Paten haben sich die drei einen Prominenten ins Boot geholt. Den bekannten Könneraner Boxer Robert Woge. „Ich finde es super, was sie auf die Beine gestellt haben. Ich weiß auch, dass es nicht einfach ist, sich zu engagieren und anderen eine Brücke zu bauen“, so Woge.
„Mein Trauzeuge war übrigens ein Boxer aus Kasachstan“, fügte er unter dem Beifall der Schülerinnen und Schüler an.

 

Vertrag mit der Midewa

Am Tag der offenen Tür wurde auch ein Kooperationsvertrag zwischen dem Schulzentrum und der Midewa unterzeichnet. „Die Partnerschaft mit der Industrie hat eine lange Tradition. Und gerade die Midewa engagiert sich sozial in Könnern“, unterstrich Bürgermeister
Rainer Sempert. „Solche Partnerschaften sollen auch helfen, die Schüler in der Region zu halten.“ „Der Partnerschaftsvertrag wird mit Leben erfüllt. Den Tag des Wassers haben wir ja schon mitgestaltet“, meinte Uwe Störzner, Geschäftsführer der Midewa in Merseburg.
Andere Aktionen sollen folgen. So können Schüler bei der Midewa beispielsweise ein Praktikum absolvieren. Außerdem versprach Uwe Störzner der Schule einen Trinkwasserbrunnen. Er werde dann von seinem Aussehen auch zum Umfeld des Schulzentrums passen.

„In dieser Form haben wir den Tag der offenen Tür zum ersten Mal durchgeführt. In den vergangenen Jahren fand er am Sonnabendvormittag statt. Diesmal haben wir uns für den Freitag entschieden und haben alle Klassen der Grundschule eingeladen“, erklärte
Antje Schlenstedt, Ganztagskoordinatorin. So konnten diese schon mal bei den Großen schnuppern.

So wie die 3a. Die Mädchen und Jungen machten Bekanntschaft mit dem Fach Geschichte. Unter Anleitung von Lehrerin Anke Claus und Schülerinnen der achten Klasse bastelten sie zum Beispiel Pyramiden und Urtiere.

 

Buntes Treiben auf dem Schulhof

Buntes Treiben herrschte auch auf dem Schulhof. Hier präsentierten sich an verschiedenen Ständen unter anderem das DRK, der Schulförderverein und verschiedene Kooperationspartner des Schulzentrums. In der Mensa wurde das Musical „Yellow submarine“ aufgeführt.

Auch die Sportbegeisterten konnten bei verschiedenen Wettbewerben und Ballspielen ihr Können unter Beweis stellen.

Der Tag der offenen Tür kam offenbar bei den Beteiligten gut an. „So haben auch die Kinder etwas davon“, fand Bürgermeister Rainer Sempert.

 
An einem der Stände malt
Lera Popova ihre Hand auf Papier.
 
Quelle: Mitteldeutsche Zeitung 29.06.2013
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